Berlin-Tegel: Prognosen für die Entwicklung des Stadtteils im Berliner Nordwesten

Berlin-Tegel: Prognosen für die Entwicklung des Stadtteils im Berliner Nordwesten

Berlin-Tegel: Prognosen für die Entwicklung des Stadtteils im Berliner Nordwesten

Berlin-Tegel: Prognosen für die Entwicklung des Stadtteils im Berliner Nordwesten

Der Ortsteil Tegel in Berlin ist seit 150 Jahren eine beliebte Anlaufstelle für Besucher aus Reinickendorf und den umliegenden Bezirken sowie für Touristen von außerhalb. Vor allem für Familien bietet Tegel zahlreiche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, seien es gemütliche Fahrten mit dem Dampfer auf dem Tegeler See, Picknicks oder Minigolfanlagen. Dazu hat sich der Stadtteil als bedeutender Wirtschaftsstandort etabliert. Hier ansässig sind bekannte Unternehmen wie MAN, Herlitz, Motorola oder Borsig. Auch die vorhandenen Bildungs- und Betreuungsangebote in Form von Kitas, Schulen und der Volkshochschule sorgen für eine hohe Attraktivität der Region. Die größte Bekanntheit erlangte Tegel jedoch als Standort des bekannten Berliner Flughafens. Von vielen als „Drehkreuz Berlin“ bezeichnet, stellte dieser in der Vergangenheit für Millionen Reisende einen wichtigen Start- und Landepunkt dar. Dies ändert sich jedoch bald, denn mit der Eröffnung des neuen Flughafens BER in Schönefeld wird der alte Flughafen in Tegel im Mai 2021 geschlossen. 

Schließung einer historischen Lücke

Durch den Wegfall des Flughafens Berlin-Tegel verändert sich der Stadtteil deutlich. Dies birgt Herausforderungen, schafft aber auch vielfältige Chancen und Potenziale für eine nachhaltige Steigerung der Lebensqualität vor Ort. Dies ist nicht zuletzt durch den wegfallenden Fluglärm und die zunehmende Ruhe, aber auch durch den Ausbau einzelner Quartiere der Fall. So ist geplant, am Kurt-Schumacher-Platz ein neues Stadtquartier zu errichten, das mit 5.000 Wohnmöglichkeiten und Kitas, Schulen, Shoppingangeboten sowie Sport- und Grünanlagen aufwartet und zur steigenden Attraktivität des Stadtteils beiträgt. Damit wird eine langjährige bauliche Lücke am Kurt-Schumacher-Platz geschlossen, denn durch den Flughafenbetrieb war hier bislang eine bauliche Erweiterung nicht möglich. Das Schumacher-Quartier soll für mehr als 10.000 Menschen ein lebendiges und modernes Zuhause bieten. Darüber hinaus sind weitere 4.000 Wohnungen in den Nachbarquartieren TXL Nord sowie Cité Pasteur geplant. 

Das Projekt Berlin TXL – Pläne für ein klimafreundliches Wachstum

Für den Standort des wegfallenden Flughafens und die entsprechende Nachbebauung bestehen zukunftsträchtige Pläne, um die Hauptstadt weiter wachsen zu lassen. Mit dem Bau eines Forschungs- und Industrieparks für urbane Technologien, der den Namen „Berlin TXL – The Urban Tech Republic“ trägt, sollen Standflächen für Interessierte aus Gewerbe, Wissenschaft und Industrie geschaffen werden. Im Innovationspark stehen die Forschung, Entwicklung, Produktion und der Export von urbanen Technologien im Vordergrund. Der Fokus hierbei liegt auf nachhaltigen Lösungen für den Städtebau, um zu untersuchen, wie das Wohnen in Zeiten des Klimawandels optimal gestaltet werden kann. Wichtige Aspekte des Städtebaus im Gebiet des Flughafens umfassen klimaneutrale Energiesysteme sowie Energieeffizienz, eine umweltschonende Mobilität, Recycling, nachhaltiges Bauen, sauberes Wasser und eine Vernetzung von Systemen. Die Gesamtfläche für dieses Projekt beträgt inklusive Wohnquartiere und Landschaftspark 5 m².

Immobilienkauf und Miete im Tegel von morgen

Die Veränderungen in Tegel üben einen entscheidenden Einfluss auf die Wohnqualität des Stadtteils und somit auch auf die Preisentwicklungen im Miet- und Kaufbereich aus. In die Entwicklung des ehemaligen Flughafenstandortes wurden hohe Summen investiert. Mindestens 20.000 neue Arbeitsplätze sollen entstehen, die den Wegfall der Jobs am Flughafen kompensieren. Dazu gibt es zahlreiche öffentliche und private Vorhaben des Wohnungsbaus. Dadurch entstehen enorme Verbesserungen für die gesamte nordwestliche Region Berlins und vor allem den Bezirk Reinickendorf. Daher verwundert es nicht, dass Experten von hohen Anstiegen der Miet- und Kaufpreise für Immobilien ausgehen. Die Pläne für die städtische Bebauung sehen vor allem Konzepte für das nachhaltige Wohnen vor. Umweltfreundliche und energieeffiziente Gebäude schonen die Ressourcen und erhöhen dabei gleichzeitig den Komfort der darin lebenden Menschen. Wer bereits heute in den Standort Tegel investiert, kann sich demnach über vielversprechende Entwicklungsprognosen freuen. Mit der Schließung des Flughafens und der baulichen Nutzung der Fläche erfährt Tegel eine beachtliche Aufwertung als Immobilienstandort. 

Innovative Mobilitätskonzepte in Berlin TXL

Ein hochwertiger Wohnstandort zeichnet sich vor allem durch eine optimale Infrastruktur aus. Gerade in der heutigen Zeit ist die Mobilität einer der wichtigsten Aspekte des Lebens. Auch hier wird bei der Entwicklung des Stadtteils ein Schwerpunkt auf innovative Konzepte im Sinne der Reduzierung von Klima- und Umweltbelastungen gelegt, um eine hohe Lebensqualität sicherzustellen. Dazu gehört es auch, verschiedene Formen der Mobilität zu berücksichtigen und in die Planung zu integrieren. So sollen komfortable Radwege für ein nahezu autofreies Wohnviertel im Schumacher Quartier sorgen. Weitere Ideen, die momentan noch in der Entwicklungs- und Testphase sind, umfassen innovative Ansätze wie Sharing-Dienste, einen Personen- sowie Lieferverkehr mit multimodalem Charakter, der verschiedene Verkehrsmittel einbezieht, sowie das autonome Fahren. Darüber hinaus ist der Anschluss des Innovationsparks durch zwei Hauptverkehrsstraßen sichergestellt. 

Eine ÖPNV-Trasse führt außerdem direkt durch die Urban Tech Republic. Mobility Hubs an Haltestellen und an den Rändern des Schumacher Quartiers erleichtern den Wechsel vom Auto auf Bus und Bahnen sowie das Fahrrad. Tegel ist vom gesamten Berliner Stadtgebiet aus schon heute hervorragend mit dem ÖPNV erreichbar. Bereits jetzt gibt es gute Anbindungen, Pläne für einen Ausbau für eine noch bessere Erreichbarkeit des Quartiers sowie die Einrichtung einer Straßenbahntrasse werden aktuell geprüft. 

Naturnahe Erholung in der Tegeler Stadtheide

Die geplante Entwicklung des Gebiets rund um den Flughafen umfasst neben der Gestaltung des Innovationsparks und des Schumacher Quartiers auch die Entstehung eines neuen, großflächigen Erholungsraums. Mit der Tegeler Stadtheide erweitert sich das Freiraumsystem Berlins um insgesamt 240 Hektar. Das Ziel dabei ist, eine hervorragende Biotop- und Artenvielfalt in den Grünflächen der Hauptstadt zu erhalten und zu fördern. Durch die Vernetzung mit den angrenzenden Quartieren entsteht an dieser Stelle ein Naherholungsgebiet, das sich durch Wälder und Wassergebiete auszeichnet. So entsteht eine Verknüpfung zwischen dem bebauten Stadtgebiet und der Tegeler Wald- und Seenlandschaft sowie der Jungfernheide. 

Vielversprechende Prognosen für die Zukunft Tegels

Mit der Schließung des Flughafens und der geplanten Nachnutzung verändert sich nicht nur der Stadtteil selbst, auch die umliegenden Gebiete werden von diesem Wandel profitieren. Zu den Vorteilen für die nordwestliche Region der Hauptstadt gehören eine optimierte Infrastruktur, moderne sowie nachhaltige Wohnangebote, die Schaffung von Arbeitsplätzen und im Zuge dessen der Ausbau des Angebots an Schulen, Kitas und Einkaufs- sowie Freizeitmöglichkeiten. In diesen Prozess wird die Öffentlichkeit bewusst eingebunden, sodass die Entwicklung Tegels gemeinsam durch Verantwortliche sowie Bürgerinnen und Bürger gestaltet ist und vom Dialog lebt. 

In Berlin-Tegel sind aktuell interessante und innovative Planungen und Entwicklungen im Gange. Das Projekt Berlin TXL gilt als eines der bedeutendsten stadtentwicklungspolitischen Vorhaben der kommenden Jahrzehnte. Das Wachstumspotenzial ist enorm hoch, gerade auch, weil die Bauvorhaben, etwa zum Ausbau der Infrastruktur, genügend Raum für Flexibilität und Anpassungen an sich ändernde Rahmenbedingungen lassen. Dies wirkt sich positiv auf den Zuzug aus und schafft lukrative Investitionsmöglichkeiten für den Immobilienmarkt.