Bestellerprinzip ab dem 01. Juni gültig – Klagen abgewiesen

Bestellerprinzip ab dem 01. Juni gültig – Klagen abgewiesen

Bestellerprinzip ab dem 01. Juni gültig – Klagen abgewiesen

Ab dem 01. Juni 2015 wird in ganz Deutschland das Bestellerprinzip bei Mietwohnungen in Kraft treten. Das Prinzip besagt, dass die Maklercourtage nun von dem gezahlt werden muss, der den Makler beauftragt. So wird in den meisten Fällen nicht mehr der Mieter zur Kasse gebeten, sondern der Vermieter.

 

Diese neue Regelung wird den kompletten Mietmarkt auf den Kopf stellen, zumindest für die Makler. Experten rechnen, dass die Umsätze auf dem Immobilienmarkt um rund 310 Millionen sinken werden, da viele Vermieter nun wahrscheinlich ihr Objekt selbst vermarkten werden. Darin sehen einige Makler ihren Beruf und somit ihre Existenz auf dem Spiel gesetzt und so reichten zwei Immobilienmakler Klage beim Bundesverfassungsgericht ein. Auch ein Mieter sah sich in seiner Vertragsfreiheit angegriffen und klagte.

 

Der Eilantrag wurde jedoch am 13.05.2015 vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt, da die Richter weder eine Existenzverlust im Maklerberufstand, noch eine Vertragsfreiheitsberaubung feststellen konnten.

„Den Antragstellern sei es jedoch nicht gelungen, einen hinreichend schweren Nachteil dazulegen – weder für die Gesamtheit der Immobilienmakler noch für sich selbst.“, so haufe.de.

 

Für Makler wird es sicherlich zu starken Veränderungen kommen in nächster Zeit. Doch nur weil es ein Umdenken auf dem Immobilienmarkt geben wird und sich die Regeln ändern, bedeutet dies nicht, dass ein Makler nicht mehr arbeiten kann. Vielmehr müssen sich Makler nun bemühen und sich mehr um ihre Kunden (Vermieter) kümmern. Es reicht nicht mehr ein Makler zu sein. Der Markt verlangt nun mehr: Mehr Transparenz in der eigenen Leistung, mehr Zusatzleistungen!

Auch der Mieter bekam Unrecht, da es ihm noch immer gestattet ist, einen Makler selbst zu beauftragen und so die Provision zu tragen. Was in der Theorie logisch erscheint, aber in der Praxis schwer umsetzbar ist. Ein Makler kann eine Wohnung nur einmal einem Mieter-Klienten anbieten, danach gilt diese Wohnung im Makler Bestand und ist somit indirekt vom Vermieter beauftragt worden. Der Makler darf folglich keine Provisionszahlung von Mieter-Klienten mehr entgegen nehmen.

 

Die Makler hoffen jedoch weiterhin, dass das Bestellerprinzip als verfassungswidrig eingestuft wird. Dies scheint für sie der einzige Ausweg zu sein, sich vor dem zukünftigem hartem Preiswettbewerb zu schützen.

Generell wird dieses Urteil die Mieter freuen, da sie vor Provisionszahlungen geschützt werden. Die Reaktion der Vermieter auf das Bestellerprinzip wird sich ab dem 01. Juni 2015 zeigen.

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