Der Energieausweis gewinnt an Bedeutung

Der Energieausweis gewinnt an Bedeutung

Der Energieausweis gewinnt an Bedeutung

Der Energieausweis soll neue Mieter und Käufer bereits seit einem Jahr über die Energieeffizienz der Wunschimmobilie aufklären und sie so über die Höhe der zu erwartenden Heizkosten aufklären. Wesentliche Bestandteile sind das Baujahr des Hauses, der Energieträger der Heizung und der Energiekennwert. Durch die Skala, die von „A+“ bis „H“ reicht, sollen die potenzielle Mieter Auskunft darüber bekommen, wie gut oder schlecht die Immobilie im Bereich Energieeffizienz aufgestellt ist. Schlecht Werte im Energieausweis deuten darauf hin, dass mit erhöhten Energie- und somit Nebenkosten zu rechnen ist.

In der Vergangenheit haben sich Schwierigkeiten bei der Umsetzung daraus ergeben, dass es keine ernsthaften Sanktionen für den Fall gab, wenn auf der Anbieterseite nicht ordnungsgemäß über den energetischen Zustand der Immobilie aufgeklärt wurde. Mit dem neuen Gesetz, das am 1. Mai 2015 in Kraft getreten ist, soll jedoch bei der Missachtung der Informationpflicht Sanktionen von bis zu 15.000 € anfallen. So erhält der Energieausweis eine herausragende Bedeutung für den zukünftigen Immobilienmarkt. Pflichtangaben, die vor dem Veröffentlichen in kommerziellen Medien preisgegeben werden müssen (also nicht auf Nachfrage), sind nach § 16a EnEV:

(1)   Art des Energieausweises (Verbrauchs- oder Bedarfsausweis),

(2)   Energiekennwert des oben genannten Ausweises,

(3)   wesentliche Energieträger der Heizung,

bei Wohngebäuden zusätzlich

(4)   das Baujahr und

(5)   die Energieeffizienzklasse

Grundsätzlich gibt es zwei Arten des Energieausweise: der bedarfs- und der verbrauchsorientierte Ausweis. Für Häuser mit bis zu vier Wohneinheiten, die vor 1978 erbaut und zwischenzeitlich nicht energetisch saniert wurden, ist der teurere bedarfsorientierte Energieausweis Pflicht. Der bedarfsorientierte Energieausweis beruht auf dem tatsächlichen Bedarf der Immobilie. Diese Vorgehensweise ist mit einem hohen Aufwand verbunden und ist daher kostenintensiver (500 € oder mehr). Der verbrauchsorientierte Energieausweis hingegen zeigt den Energieverbrauch der letzten 3 Jahre. Der Verbrauchsausweis ist aufgrund seiner einfachen Berechnung relativ günstig (25-70 € je nach Anbieter).

Ausstellungsberechtig sind gemäß §21 EnEV Architekten, Fachingenieure, Handwerksmeister mit Zusatzqualifikation und zertifizierte Energieberater.

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