Eine Garage für das Denkmal

Eine Garage für das Denkmal

Eine Garage für das Denkmal

Wird eine Garage für ein denkmalgeschütztes Haus neu gebaut, handelt es sich bei den Kosten nicht um steuerbegünstigte Aufwendungen. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin in einem Urteil vom 01.09.2016 entschieden (Aktenzeichen VG 19 K 15).

In dem Streitfall ging es um eine Garage, die der Eigentümer eines denkmalgeschützten Hauses errichtet hatte. Die Garage war in Abstimmung mit der Denkmalbehörde gebaut worden. Aufgrund der Bedenken der Behörde wurde die Garage separat freistehend vom Haus errichtet. Als der Hauseigentümer die Kosten für die Garage als denkmalbedingte Aufwendungen anerkennen lassen wollte, lehnte das Landesdenkmalamt dies jedoch ab.

Die vom Hauseigentümer angestrebte Klage blieb vor dem Verwaltungsgericht Berlin erfolglos. Die Richter stellten fest, dass anerkennungsfähige Kosten nur rechtmäßig wären, wenn diese nötig wären, um das schützenswerte äußere Erscheinungsbild des Gebäudes beziehungsweise – wie in diesem Fall – einer denkmalgeschützten Gesamtanlage zu erhalten. Die Regelung gelte also ausschließlich für Bestandsbauten und nicht für unabhängige Neubauten. Dies könnte anders betrachtet werden, wenn die Garage direkt an das Haus anschließen würde. Doch die Garage, um welche es in diesem Fall ging, beeinflusst laut dem Richter nicht das Erscheinungsbild des Hauses.
Zuerst erschienen auf: Hausblick – Miet- und Immobilienrecht (Eine Garage für das Denkmal)

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