Herbstzeit ist Laubzeit

Herbstzeit ist Laubzeit

Herbstzeit ist Laubzeit

Achtung, glitschig!

Noch regnet es nur Blätter von den Bäumen, bald kommt Eisregen und Schnee vom Himmel. Die Birken entblättern sich nur langsam, die Erle wartet und die jahrzehntealten Eichen lassen sich auch Zeit. Sie verwandeln Fuss- und Radwege in bunte Teppiche. Vermieter müssen für sichere Wege sorgen, und das nicht nur mit dem Besen. Wofür Immobilienbesitzer alles haften hat WunderAgent für Sie recherchiert.

Nasses Laub ist glitschig. Da können nicht nur Zweirad-Fahrer stürzen, sondern auch Fußgänger. Passiert’s vor der eigenen Haustür, ist das nicht nur für den Gestürzten gefährlich, sondern auch für die Eigentümer und Hausverwaltungen.

Verkehrssicherungspflicht 

Denn wenn sie ihrer Pflicht zum Laubfegen nicht nachgekommen sind, drohen Regress-Ansprüche.

Eigentlich ist das Laubfegen rechtlich gesehen, Aufgabe der Kommunen. Doch diese haben die Last per Ortssatzung auf die Anwohner abgewälzt. Das sind zunächst die Eigentümer der anliegenden Grundstücke – bei Mietwohnungen also die Vermieter. Das Laub von Bäumen im öffentlichen Straßenraum wird im besten Fall von der örtlichen Straßenreinigung beseitigt. Die Eigentümer müssten es nur zusammenfegen, sodass Straßenrinnen und Gullys nicht verstopfen.  Die Räumpflicht können Sie auch ihren Mietern übertragen. Allerdings muss das im Mietvertrag entsprechend vereinbart worden sein. Der Eigentümer bleibt aber in der Pflicht, die regelmäßige und ordnungsgemäße Reinigung zu kontrollieren. Wie häufig Gehwege auch von Laub geräumt werden müssen, ist aber nicht genau festgelegt.

Sollten Sie keine entsprechende Klausel bei Ihren Mietern um Vertrag vereinbart haben, sollten Sie diese Pflicht auf jeden Fall Ernst nehmen und dieser nachkommen.

Verletzt sich ein Passant in Folge eines Sturzes auf nicht weggefegtem Laub, kann er Schadensersatzansprüche geltend machen, auch Schmerzensgeld. Gerade bei Regen könne ein mit Laub bedeckter Weg sehr rutschig werden. Die Verkehrssicherungspflicht treffe den Eigentümer nicht nur bei Eis und Schnee.

Laubbläser

Viele Eigentümer und Hausverwaltungen greifen gerne zu diesem Gerät. Doch Laubbläser sind sehr laut. Sie erreichen bei Höchstbelastung eine Lautstärke von bis zu 100 Dezibel, was lauter ist als ein Lastwagen oder Ghettoblaster. Auch wenn das Lärmempfinden bei jedem Menschen etwas anders ist, ab einer bestimmten Lautstärke wird es allerdings gefährlich. Dieser wirkt sich nicht nur auf das Ohr, sondern auf den ganzen Organismus negativ aus.  Die Schmerzgrenze liegt bei 130 Dezibel, dann hält sich ein Mensch automatisch die Ohren zu. Daher regelt die Bundesimmissionsschutzverordnung, wann Laubbläser überhaupt eingesetzt werden dürfen. Das ist werktags nur von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr möglich. Leise Geräte mit einer Umweltplakette dürfen jedoch werktags von 7 bis 20 Uhr betrieben werden. An Sonn- und Feiertagen herrscht in jedem Fall Ruhe. Wer sich nicht daran hält, muss ein Bußgeld zahlen.

Urlaub

Das Thema „Vertretung“ ist sehr klar definiert. Dass Laub von Bäumen fällt oder Schnee rieselt, muss niemanden abhalten, in Urlaub zu fahren. Allerdings darf man sich nicht einfach darauf verlassen, dass die lieben Nachbarn schon einspringen werden. Man muss vielmehr selbst für eine Vertretung sorgen.

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