Länder wollen Trickser austricksen

Länder wollen Trickser austricksen

Länder wollen Trickser austricksen

Die Länderfinanzminister haben auf ihrer jüngsten Tagung vereinbart gegen Trickserei bei der Grunderwerbsteuer vorzugehen. In einer Pressemitteilung teilt der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland mit, dass er diese Initiative ausdrücklich begrüßt. „Es ist allerhöchste Zeit, Steuerschlupflöcher für große Unternehmen zu schließen. So können private Haushalte, die eine Immobilie kaufen möchten, bei der Grunderwerbsteuer entlastet werden“, kommentierte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke heute das Vorhaben.
Darum geht es: Die Grunderwerbsteuer wird beim Kauf einer Immobilie fällig. Bei Verkäufen großer Immobilien kaufen Unternehmen häufig nicht direkt die Immobilie, sondern Anteile des Unternehmens, welchem die Immobilie gehört (sogenannte „Share Deals“). Es werden folglich Firmenanteile übertragen und nicht Immobilien selbst. Damit wird auch keine Grunderwerbsteuer für das kaufende Unternehmen fällig. Ein immer größerer Teil der Steuerlast fällt dann auf die privaten Haushalte.

„Haus und Grund“ wies darauf hin, dass die Steuerschlupflöcher ausschließlich von großen Unternehmen genutzt werden können. Dem Land Berlin seien nach Medienberichten in den vergangenen fünf Jahren knapp 700 Millionen Euro an Steuereinnahmen entgangen. „Eine Korrektur führt auf jeden Fall zu mehr Steuergerechtigkeit, ermöglicht mehr Familien die Eigentumsbildung und entlastet damit den Mietwohnungsmarkt“, unterstrich Warnecke.
Zuerst erschienen auf: Hausblick – Miet- und Immobilienrecht (Länder wollen Trickser austricksen)

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