Neuerungen 2019 – Alles Wichtige für Ihr Immobilien Investment

Neuerungen 2019 – Alles Wichtige für Ihr Immobilien Investment

Neuerungen 2019 – Alles Wichtige für Ihr Immobilien Investment

Auch 2019 gilt wieder: neues Jahr, neue Regeln – diese Änderungen sollten Sie als Immobilienbesitzer oder Vermieterin unter keinen Umständen verpassen. Vor allem die Verschärfung der Mietpreisbremse ist eine gravierende Neuregelung, die Sie auf jeden Fall genauer betrachten sollten.

Was sich ansonsten alles geändert hat, haben wir hier für sie zusammengefasst.

1. Die Mietpreisbremse wird verschärft

Die Verschärfung der Mietpreisbremse wurde bereits Ende 2018 verabschiedet.

Was ist neu? Vermieter müssen neuen Mietern auf Verlangen nun die Miete des Vormieters nennen. Dies gilt allerdings nur, wenn die neue Miete nicht mehr als 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Ist letzteres der Fall, ist der Vermieter auch ohne Aufforderung zur Auskunft verpflichtet.

Warum das Ganze? So soll erreicht werden, dass neue Mieter nachvollziehen können, ob die Erhöhung des Mietpreises zulässig ist.

In Gebieten, in denen Wohnungsknappheit herrscht, dürfen Sie als Vermieter bei Neuvermietungen maximal 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Hat der vorherige Mieter allerdings bereits mehr gezahlt und Sie möchten eine höhere Miete verlangen, sind Sie verpflichtet den neuen Mietern unaufgefordert mitzuteilen weshalb die Erhöhung geschieht. Wird von einer Ausnahme der Mietpreisbremse Gebrauch gemacht, sind Mieter vor Vertragsunterschrift darüber zu informieren.

Detailliertere Informationen zu den Konsequenzen bei Nichtbeachtung der neuen Regelungen, wo die Mietpreisbremse gilt und wie Vermieter sie doch umgehen, haben wir in einem gesonderten Artikel zum Thema für Sie zusammen getragen.


Sind Sie unsicher, welche Miete sie nach Verschärfung der Mietpreisbremse verlangen dürfen? Möchten Sie erfahren, wie Sie trotzdem noch eine gute Mietrendite zu Marktkonditionen erziehen können?

Wir beraten Sie gern kostenlos und unverbindlich.


2. Mieterhöhungen wegen Modernisierung

Bisher konnten Sie 11% der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete aufschlagen.

Was ist neu? Mit dem Beginn dieses Jahres wurde eine Senkung auf 8% Aufschlag auf die Jahresmiete beschlossen.

Hinzu kommen Kappungsgrenzen. Dies bedeutet, dass sich auch bei sehr hohen Kosten der Sanierung die Miete um höchstens 3 Euro pro Quadratmeter und Monat steigern lässt. Das Ganze gilt für die ersten sechs Jahre nach der Sanierung.

Haben Sie Ihre Wohnung bisher für höchstens sieben Euro pro Quadratmeter vermietet? Dann dürfen Sie in diesem Zusammenhang um höchstens zwei Euro erhöhen.

Warum das Ganze? Vermieter, die luxuriös sanieren, um unliebsame Mieter mit Mieterhöhungen los zu werden, sollen dadurch bestraft werden. Es handelt sich hier nämlich um eine Ordnungswiedrigkeit, die mit Strafen in Höhe von bis zu 100.000 € belangt werden können.

3. Die ortsübliche Vergleichsmiete und der Mietspiegel

Wer zuverlässige Auskunft über die ortsübliche Vergleichsmiete sucht, befragt den Mietspiegel. Bisher wurde dazu der Durchschnitt aller Mieten der letzten vier Jahre, die sich geändert haben oder neu hinzugekommen sind, errechnet.

Was ist neu? Es werden nun die Mieten, der letzten sechs Jahre als Berechnungsgrundlage in Betracht gezogen.

Warum das Ganze? Dem liegt der hohe und schnelle Anstieg der Mieten in der letzten Zeit zugrunde. Es soll nun verhindert werden, dass der Mietspiegel zu abrupt ansteigt.

4. Die Grundsteuer

Schon in 2018 wurde die Vorgehensweise zur Berechnung der Grundsteuer für verfassungswidrig erklärt. Dem folgte ein Auftrag an den Gesetzgeber: bis zum Ende des Jahres 2019 ist eine Neuregelung zu beschließen. Dies wird nun im Laufe dieses Jahres umgesetzt.

5. Die Grunderwerbsteuer

Die Neuregelung zur Grunderwerbsteuer soll Shared Deals erschweren. Diese ermöglichten es Investoren bisher die Zahlung der Grunderwerbsteuer zu umgehen. Wie das? Sie dürfen die Immobilie nicht direkt erwerben, sondern über eine Firma, an der Sie weniger als 95% der Anteile besitzen. Nach einer Frist von fünf Jahren kaufen Sie Ihre 5% Firmenanteile wieder zurück. Et voilá – ein für den Staat sehr teurer, aber vollkommen legaler, Steuertrick.

Was ist neu? Zur Zeit existiert der Plan die Grenze von 95 auf 90% zu mindern und die Frist zum steuerfreien Verkauf von fünf auf zehn Jahre anzuheben.

Warum das Ganze? Aus gegebenem Anlass sollen diese Shared Deals nun erschwert werden. Klingt logisch.

Wir bleiben gespannt.


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