Stromversorgung nicht nur per Lastschrift

Stromversorgung nicht nur per Lastschrift

Stromversorgung nicht nur per Lastschrift

Stromanbieter müssen ihren Kunden bei Onlinebestellungen verschiedene Zahlungsmöglichkeiten anbieten. Sie können den Kunden nicht verpflichten, dem SEPA-Lastschriftverfahren zuzustimmen. Das entschied nun das Landgericht in Köln am 16.08.2016 (Aktenzeichen 33 O 2/16).

In dem Streitfall ging es um den Stromlieferanten „Yello Strom“, der im Internet ausschließlich die Möglichkeit anbot den Tarif „Basic“ gegen Einverständniss zum SEPA-Lastschriftverfahren zu buchen. Geklagt hatte die Berliner Verbraucherzentrale. Sie hielt dieses Vorgehen für wettbewerbswidrig.

Dem stimmte das Landgericht Köln nun zu. Nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) müssten dem Verbraucher verschiedene Zahlungsmöglichkeiten angeboten werden (§ 41 Abs. 2 Satz 1 EnWG). Dies würde im vorliegenden Fall wohl nicht beachtet. Den Hinweis von Yello Strom, dass bei anderen Tarifen verschiedene Zahlungsmöglichkeiten angeboten werden würden, ließ das Gericht nicht gelten. Hier handele es sich nämlich auch inhaltlich um andere Angebote.
Zuerst erschienen auf: Hausblick – Miet- und Immobilienrecht (Stromversorgung nicht nur per Lastschrift)

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