Wie definiert man eine erfolgreiche Wohnungsvermarktung

Wie definiert man eine erfolgreiche Wohnungsvermarktung

Wie definiert man eine erfolgreiche Wohnungsvermarktung

Was bedeutet eine erfolgreiche Wohnungsvermarktung für Sie als Vermieter? Richtig, den passenden Mieter zu finden. Der Wunschmieter sollte idealerweise pünktlich sein, die Miete zuverlässig zahlen, ein harmonisches Zusammenleben mit der Hausgemeinschaft pflegen, keine Haustiere haben, etc.

Oft wurde auf einen Makler zurückgegriffen, der die ganze Vermarktung übernommen hat, den zukünftigen Mieter gefunden hat und dazu noch für Sie als Vermieter umsonst war. Doch der Umschwung auf dem Immobilienmarkt hat einiges geändert, denn seit dem 1. Juni gilt in Deutschland das Bestellerprinzip. Der Makler wird jetzt von demjenigen bezahlt, der den Suchauftrag (für einen passenden Mieter oder eine geeignete Wohnung) erteilt. Überwiegend wird die Makler-Courtage daher nun von dem Eigentümer bzw. der Hausverwaltung getragen.

  1. Exposé – gute Beschreibung, professionelle Fotos und Grundriss

Das Exposé ist der erste und wichtigste Schritt in Ihrer Vermarktung. Es ist die Visitenkarte des Objekts und muss durch schöne Fotos, sowie klaren und überzeugenden Beschreibungstexten Ihren Wunschmieter ansprechen. Denn der Wunschmieter von heute hat hohe Ansprüche an sein neues Zuhause. Daher gilt hier, sich für die einzelnen Schritte der Exposéerstellung reichlich Zeit zunehmen.

Machen Sie sich Gedanken darüber was Sie in Ihrer Objektbeschreibung schriftlich festhalten möchten, bevor Sie Ihre Immobilie inserieren. Erstellen Sie ein Word Dokument, das Sie jederzeit bearbeiten können. Folgende Fragen können Sie sich selbst stellen, um Schritt für Schritt zu einer guten Objektbeschreibung zu kommen:

  1. Was sind Aspekte und Punkte, die meinen Wunschmieter besonders erfreuen und interessieren könnten?
  2. Welche Adjektive beschreiben die Wohnung am besten?
  3. Wie viel Miete kann ich verlangen?

 

Dabei gilt es stets offen und ehrlich alle Punkte anzusprechen – auch solche, die in Ihren Augen als “Nachteile oder Mängel” angesehen werden. Die Mieter können sich so auf diese Punkte einstellen, denn spätestens bei einem Besichtigungstermin würden sie diese sowieso “bemerken”. Wenn Sie mit offenen Karten spielen, werden sich nur Interessenten für den Besichtigungstermin melden, die mit den kleinen “Mängeln” leben können. So sparen Sie sich enorm viel Zeit.

 

Die Wohnungsfotos sind das Herzstück eines attraktiven Exposés. Sie sind oftmals der erste Berührungspunkt zwischen Ihrem Angebot und dem Mieter. Anhand der Fotos wird oftmals schon innerhalb von Sekunden entschieden, ob die mühevoll geschriebenen Objekttexte durchgelesen werden oder man sich lieber eine andere Wohnung anschaut. Entscheidend sind hierbei besonders die Perspektive und Beleuchtung der Fotos.

 

Heutzutage braucht man nicht mehr unbedingt eine Spiegelreflexkamera um professionelle Bilder zu machen. Oftmals reicht dafür schon das eigene Smartphone aus. Warten Sie bis draußen schönes Wetter ist, und die Sonne scheint um Ihre Wohnung ideal zum Vorschein zu bringen. Machen Sie ruhig viele Fotos aus allen Winkeln, damit Sie später am Rechner die Besten heraussuchen können. Neben den normalen Wohnungsbildern schätzen Mietsuchende unter anderem Fotos zur Außenansicht des Hauses oder der Ausblick ins Freie. Laden Sie auch gerne Fotos mit Details, wie z.B. das Stuck an der Decke, hoch.

 

Kandidaten schätzen ein Exposee sehr, wenn ein Grundriss vorhanden ist. Dies hilft ihnen dabei sich die Wohnung besser auszumalen und ein Gefühl der Größe der Räume zu bekommen.

  1. Online Vermarktung – Listen Sie auf mehreren Portalen

Um so viele potenzielle Mieter wie möglich für Ihre Immobilie zu finden, ist es von Vorteil die breitgefächerte Auswahl der Immobilienportale zu nutzen und die Vermarktung nicht nur auf ein Portal zu beschränken. Greifen Sie ruhig neben Immobilienscout24 auf ImmonNet oder eBay Kleinanzeigen (um nur einige zu nennen) zurück, um Ihr Angebot an zahlreiche Interessenten zu bringen.

  1. Laden Sie nur passende Bewerber zur Besichtigung ein

Sie kennen das bestimmt: Sie erstellen eine Anzeige und es kommen gefühlte 100 Anfragen rein. Doch wie wählen Sie die passenden Bewerber aus? Hier ein paar Tipps:

  • Der Mietsuchende sollte alle relevanten Dokumente (Schufa, 3 Gehaltnachweise, Mietschuldenfreiheit) bereits beisammen haben und dies eventuell schon in seiner ersten Kontaktaufnahme erwähnen.
  • Setzen Sie Ihre eigenen, persönlichen Kriterien ein: mein Wunschmieter ist ein alleinstehender Arbeitnehmer/-in ab 30 Jahren ohne Haustiere oder Sie wissen z.B. dass Sie in der Wohnung keine WG haben möchten.
  • Lassen Sie sich keine ungünstigen Termine aufdrängen: Ihnen gehört die Wohnung, Sie bestimmten die Regeln.

Eine Besichtigung ist anstrengend und fordert Zeit. Planung ist hier das A und O. Bestellen Sie nur Kandidaten die, auf Ihr Mieterprofil passen, sparen Sie sich unnötige Führungen. Meiden Sie Massenbesichtigungen, teilen Sie besser eine Stunde in 3 Blöcke von jeweils 20 Minuten auf und laden Sie 3-4 Interessenten zu jedem Block ein. Dies ist zeitsparend, selbst dann wenn sich jemand verspätet oder nicht auftaucht. Des Weiteren vermitteln Sie dem Bewerber ein Gefühl der Wertschätzung, da dieser sich nicht unter Druck gesetzt fühlt, weil er mit 49 anderen Bewerbern konkurrieren muss. Darüber hinaus können Sie näher auf Ihren zukünftigen Mieter eingehen.

  1. Vorbereitung der Besichtigung: 10 Min früher da sein, Fenster auf, Licht an

Am Tag der Besichtigung sollten Sie eine Wohlfühlatmosphäre schaffen und die Wohnung von unnötigen Gerümpel befreien. Treffen Sie selbst 10 Minuten früher ein um einmal alle Fenster aufzureißen; keiner möchte in eine stickige Wohnung. Auch sollten Sie das Licht in allen Räumen anmachen falls das Sonnenlicht nicht ausreichend ist.

Falls Sie die Wohnung nicht leer präsentieren können, bitten Sie den aktuellen Mieter die Wohnung vor der Besichtigung aufzuräumen. Wenn Sie eine möblierte Wohnung vermieten wollen, fügen Sie ein paar dekorative Elemente, wie etwa ein paar aktuelle Magazine oder Kerzen hinzu, um Ambiente zu schaffen.

  1. Interaktion mit Bewerbern

Vor der Besichtigung sollten Sie Ordner zu den einzelnen Kandidaten erstellen und dort alle relevanten Informationen, wie z.B. die Emails, die ausgetauscht wurden, strukturiert erfassen.

Bei der Besichtigung geht es anschließend um einen persönlichen Eindruck. Gefällt mir der erste Eindruck? Ist sein/ihr Aussehen gepflegt? Passt er/sie menschlich zu mir? Führen Sie einen lockeren Dialog mit den Anwärter um weitere Details zu sammeln. Auch sollte die wirtschaftliche Situation noch einmal besprochen werden.

Machen Sie Gebrauch von einer Selbstauskunft, diese spiegelt noch einmal strukturiert und auf den Punkt gebracht alle Fakten wieder und hilft Ihnen damit eine endgültige Entscheidung zu fällen.

  1. Vertragsabschluss

Sie haben nun alle Informationen der Mietinteressenten eingesammelt und haben sich einen klaren Überblick über die Gesamtsituation verschafft. Wägen Sie die Fakten ab und wählen Sie relativ zeitnah 2-3 Anwärter aus. Falls Ihr Favorit die Wohnung nicht mieten möchte, wechseln Sie einfach zum nächsten.

Eine mündliche Zusage beider Parteien per Telefon ist bereits ein wirksamer Vertrag, doch Sie sollten auf keinen Fall auf einen schriftlichen Vertrag verzichten, der Zusatz- und Sondervereinbarungen widerspiegelt.

 

Dies sind nur einige Tipps, die Sie für eine erfolgreiche Wohnungsvermarktung beachten sollten. Wechseln Sie vom klassischen Makler auf junge Startups, die Sie mit innovativem Denken und Ideen auf individuelle Art und Weise bei Ihrer Wohnungsvermarktung unterstützen.

 

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