Zur Bedeutung der anschaffungsnahen Herstellungskosten

Zur Bedeutung der anschaffungsnahen Herstellungskosten

Zur Bedeutung der anschaffungsnahen Herstellungskosten

Bestimmt haben Sie schon von dem Begriff „anschaffungsnahe Herstellungskosten“ gehört, aber was genau wird darunter verstanden? Die Antwort darauf liefern wir Ihnen hier und zusätzlich dazu geben wir Ihnen hilfreiche Steuertipps mit auf dem Weg!

Die Definition:

Als „anschaffungsnahe Herstellungskosten“ oder auch „anschaffungsnaher Aufwand“ werden in der Fachsprache die Renovierungskosten bezeichnet, die zu einer wesentlichen Verbesserung des Gebrauchwertes einer Immobilie beitragen. Bei einer erheblichen Verbesserung des Zustandes innerhalb von drei Jahren nach dem Erwerb einer Immobilie sind die Renovierungskosten über 50 Jahre hinweg verteilt abzuschreiben.

Doch günstiger für Immobilienbesitzer ist es natürlich, diese Kosten direkt und vollständig von der Steuer abzusetzen.

Aufgepasst: Steuertipps!

  • Zögern Sie Renovierungen hinaus, sofern dies möglich ist (nach Ablauf von drei Jahren nach dem Kauf lassen sich alle Kosten auf der Stelle vollständig steuerlich absetzen)
  • Beachten Sie die 15 % – Grenze während der ersten drei Jahre nach dem Erwerb der Immobilie. Beträgt die Summe der Renovierungs- oder Instandhaltungsarbeiten innerhalb dieser drei Jahre nämlich mehr als 15 % des Kaufpreises, gelten diese als anschaffungsnahe Herstellungskosten und müssen über 50 Jahre hinweg abgeschrieben werden.
  • Versuchen Sie innerhalb der ersten drei Jahre Reparaturen zu vermeiden, die zu einer wesentlichen Verbesserung des Wertes der Immobilie beitragen, da diese in jedem Fall als anschaffungsnaher Aufwand gelten, auch wenn Sie unter der 15 % – Grenze bleiben.
  • Erhaltungsaufwand ist ebenso innerhalb der ersten 3 Jahre problemlos von der Steuer abzusetzen (z.B. Tapezieren, Malerarbeiten, Handwerksarbeiten). Diese zählen als Schönheitsreparature und tragen nicht erheblich zur Verbesserung des Gebrauchwertes der Immobilie bei.

Die Frage, welche Leistungen zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gehören, wird von den Gewinnauskünften sowie den Überschusseinkünften nach § 255 HGB bestimmt.

Nach § 255 Abs. 1 Satz 1 HGB zählen Aufwendungen als Herstellungskosten, welche eine wesentliche Verbesserung der Immobilie garantieren (z.B. Heizungs- Sanitär- oder Elektroinstallationen sowie Arbeiten an den Fenstern).

FacebookTwitterPinterestGoogle+Email